Susanne Salzmann
Tellington TTouch® Practitioner 3
Lehrerin für Feldenkrais und Reiten
Centered Riding Ausbilderin der Stufe 2
Reynir Adalsteinsson Level 3
Pferdewirt

Telefon: 0173 89 79 401
E-Mail: susanne@modern-riding.de

25.9.2010
Wer wird schon gerne abgeschleppt?

 

Reitpferde richtig führen

Am liebsten mit Heckantrieb

Fürs Reiten wünschen wir uns Pferde, die aktiv in der Hinterhand sind. Nur ein Pferd, das gut untertritt, kann den Reiter aktiv tragen und locker vorwärts gehen. Interessanterweise kann man häufig beobachten, wie Reiter die Hinterhand konsequent deaktivieren. Unbewusst aber effektiv arbeiten viele Reiter gegen Ihre eigentlichen Ziele: vor und nach dem eigentlichen Training.

Eine Trainingseinheit mit dem Pferd beträgt häufig zwischen 20 und 60 Minuten. Meistens braucht man zu Vorbereitung (Pferd holen, putzen, satteln, auftrensen, zum Reitplatz gehen) und zur Nachbereitung jeweils 30 Minuten. Das was wir als „Training“ bezeichnen, ist also höchstens die Hälfte der Zeit, die wir mit dem Pferd verbringen. Das Pferd lernt aber ständig von uns, die ganze Zeit, auf jedem Weg. Und die Hälfte der Zeit trainieren viele von uns unbewusst die falschen Dinge.

Merke: Die Arbeit mit Deinem Pferd beginnt bereits, wenn Du es begrüßt, aufhalfterst und zum Putzplatz führst.

Abschleppdienst

Besonders bei Pferden, die nicht fleißig mitgehen, kommt man schnell in Versuchung, am Halfter zu ziehen. So bringt man schon vor dem Reiten, das Pferd auf die Vorhand und aus dem Gleichgewicht.

Das kann man jeden Tag sehen und anschließend auf dem Reitplatz die Auswirkungen direkt beobachten. Achte einfach mal darauf, wie verschiedene Reiter Ihre Pferde führen und wie sie reiten.


Reiter sind Führungskräfte

So wie Du Dein Pferd führst, so reitest Du auch. Ob Dein Pferd losgelassen und locker im Genick läuft, entscheidet sich schon beim Umgang. Wer sein Pferd zum Putzplatz hinter sich her zieht, kann nicht erwarten, dass es unterm Sattel locker vorwärts geht.

Glücklicherweise funktioniert das umgekehrt genauso: Bei jedem gemeinsamen Schritt hast Du die Chance Deinem Pferd zu helfen, sich richtig auszubalancieren.

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